Grunds�e der forensischen Rhetorik gezeigt an Gerichtsreden Ciceros. Langue et parole ; H. 3.
Grunds�e der forensischen Rhetorik gezeigt an Gerichtsreden Ciceros. Langue et parole ; H. 3.
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Détails
- Auteur
- Neumeister, Christoff
- Éditeurs
- M�nchen: Max Hueber., 1964.
- Format
- 207 S. ; 8. Originalleinen.
- Thème
- a Sprach- und Literaturwissenschaft
- Jaquette
- False
- Langues
- Allemand
- Dédicacée
- False
- Premiére Edition
- False
Description
Aus der Bibliothek von Prof. Wolfgang Haase, langj�igem Herausgeber der ANRW und des International Journal of the Classical Tradition (IJCT) / From the library of Prof. Wolfgang Haase, long-time editor of ANRW and the International Journal of the Classical Tradition (IJCT). - sehr guter Zustand - EINLEITUNG -- Diese Arbeit ist ein Versuch, das Wesen und die Eigenart der antiken forensischen Rhetorik besser, als das bisher geschehen ist, sichtbar zu machen. In ihrem Mittelpunkt steht die Interpretation von Reden, denn nur im Einmaligen, Besonderen, ganz der konkreten Situation Verhafteten einer bestimmten Rede ist diese Eigenart ganz zu fassen. Dennoch m�ssen wir dabei auch auf die rhetorische Theorie ausf�hrlich eingehen. Denn da antike Reden im klaren Bewu�sein all dessen, was diese Theorie vorschreibt, verfa� sind, lassen sie sich ohne ihre Ber�cksichtigung auch nicht befriedigend interpretieren. Allerdings mu�man hierbei eine zutreffende Vorstellung davon haben, in welcher Weise und inwieweit der Redner sich von ihren Vorschriften leiten l�. Da�er ihnen, wenn er einmal �ber den Zustand des Adepten hinausgekommen ist, nicht einfach sklavisch folgt, so da�die Rede sich in ein Mosaik getreulich beachteter rhetorischer praecepta aufl�sen lie� - das ist schon mehrfach ausgesprochen worden, methodisch jedoch bisher kaum ber�cksichtigt. Es empfiehlt sich daher, auf das Verh�nis von Theorie und Praxis in der forensischen Rhetorik kurz einzugehen. -- Die Theorie ist hier etwas ganz Sekund�s - ist n�ich lediglich eine nachtr�iche und vereinfachende Zusammenfassung der Erfahrungen, welche sich in der Praxis ergeben haben. Sie hat haupts�lich einen didaktischen Zweck: Mit ihr soll n�ich dem angehenden Redner ein Leitfaden in die Hand gegeben werden, welcher ihm die noch fehlende Erfahrung ersetzt. Er erlernt ihre praecepta zun�st ganz mechanisch; wenn er aber eine gute rednerische Veranlagung besitzt und sich st�ig �bt, wird er nach und nach auch ihren tieferen Sinn einsehen, wird, anders ausgedr�ckt, zu jenen allgemeinen rhetorischen Grunds�en vordringen, von welchen die Vorschriften nur die besonderen Auspr�ngen und die Anwendung auf den Durchschnittsfall sind.4 Dann wird er sie auch nicht mehr mit �stlicher Pedanterie befolgen, sondern sinngem�und mit einer gewissen gro��gigen Freiheit. In der Praxis ist das ja sogar notwendig, da der Redner sich hier immer wieder ganz anderen und oft au�rgew�hnlichen Situationen gegen�bersieht, in denen abstrakte rhetorische Regeln wenig helfen k�nnen.