Simplicius Simplicissimus. Akademie der K�nste. Junges Ensemble f�r Musiktheater.
Simplicius Simplicissimus. Akademie der K�nste. Junges Ensemble f�r Musiktheater.
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Détails
- Auteur
- Hartmann, Karl Amadeus
- Éditeurs
- Akad. der K�nste, 1978.
- Format
- 34 S.; Abbildungen; geheftet.
- Thème
- Grimmelshausen
- Jaquette
- False
- Langues
- Allemand
- Dédicacée
- False
- Premiére Edition
- False
Description
Gutes Ex.; gering berieben. - BEILIEGT: Karl A. Hartmann: Des Simplicius Simplicissimus Jugend. Bilder einer Entwicklung aus dem deutschen Schicksal. Nach Grimmelshausen. Textbuch. M�ller; S�ddeutscher Musikvlg., Heidelberg. 1949. 24 S.; geheftet. (Seiten etwas gebr�t). // Karl Amadeus Hartmann Zu meinem "Simplicius Simplicissimus" Hermann Scherchen hat mir des �fteren Anregungen zu Kompositionen gegeben. Durch ihn kam ich auf die Idee, eine Oper nach Grimmeishausen zu schreiben. Ich erinnere mich noch genau, wie er mich auf einer n�tlichen Auto-fahrt von Winterthur nach Z�rich im September 1934 auf den fr�hen deutschen Roman vom "Abenteuerlichen Simplicissimus" hinwies und mir aus dem Stegreif ein ganzes Szenarium entwickelte. Ich machte mich mit dem Buch vertraut; die Zustandsschilderungen aus dem Drei�gj�igen Krieg schlugen mich seltsam in Bann. Wie gegenw�ig kam mir das vor: "Die Zeiten sein so wunderlich, da�niemand wissen kann, ob du ohn Verlust deines Lebens wieder herauskommest." Da war der einzelne hilflos der Verheerung und Verwilderung einer Epoche ausgeliefert, in der unser Volk schon einmal nahe daran gewesen ist, seinen seelischen Kern zu verlieren. Und nirgends war Rettung als nur in dem, was das Gem�t des einfachen Menschen dagegen aufbrachte. "Simplicius Simplicissimus", der erste deutsche Entwicklungsroman! Nichts von Heldentum! Die geh�rte den �elt�rn, das mu�e schon das kleine Kind erfahren. Die Wildnis war die letzte Zuflucht, die Einsiedelei die einzige Schule menschlicher Gesittung. Nur noch der Schutzmantel der Einfalt taugte zum Umgang mit den Gewalthabern. Zu ihrer Erheiterung und Erg�tzung durfte der "Narr" sogar ihre Untaten beim Namen nennen. Hier war nat�rlich keine durchgestaltete Handlung zu gewinnen, wie man sie von einer regul�n Oper erwartet. Eine solche w� auch der Dichtung entgegen gewesen, in der das Kunstlose zum bestimmenden Grundelement wurde. Sie zeigt ja den Menschen als Objekt eines barbarischen Tuns, welches sich auf die sogenannte Politik beruft. Und dennoch hatte ich das Empfinden, da�dieses Geschehen nach der B�hne verlangt, nach dem Schauger�st, auf dem man nicht so sehr ein vergn�gliches Spiel als ein eindringliches Beispiel zu zeigen sich vornimmt. In der Flucht der tr�ben Ereignisse, der Greuel und Unfl�-reien wirkt die leidende Titelfigur des Simplicius durch ihr Dasein. Wie das verwahrloste, unm�ndige Kind durch m�hsames Lernen selbstverst�licher Dinge zum Wissen von sich selbst und von der Welt gelangt, ist das eigentlich Bewegende. Selbst die Tr�e erl�sen Simplicius nicht von der grausamen Gegenwart. Es sind Wahrtr�e. . (S. 5)