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Die Druckgrafik und Monotypisches.

Libros antiguos y modernos
Thomkins, Andr�
Z�rich: Galerie u. Edition St�i, 1977.,
45,00 €
(Berlin, Alemania)
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Detalles

  • Autor
  • Thomkins, Andr�
  • Editores
  • Z�rich: Galerie u. Edition St�i, 1977.
  • Formato
  • Ca. 140 S. mit zahlr. Abb. Originalleinen mit Schutzumschlag.
  • Materia
  • Andre Thomkins, Graphik
  • Sobrecubierta
  • False
  • Idiomas
  • Alemán
  • Copia autógrafa
  • False
  • Primera edición
  • False

Descripción

Sehr sauberes und frisches Exemplar. - Werkverzeichnis der Druckgrafik mit 146 notierten und abgebildeten Arbeiten. Die Ver�ffentlichung des druckgraphischen Schaffens von A. Thomkins breitet vor dem Betrachter eine Vielzahl unter einander sehr verschiedenartiger Abbildungen aus. Diese Vielfalt steht einer Identifikation des K�nstlers mit einem fest zu umreissenden formalen Konzept entgegen. Und doch stellen sich bei genauerem Studium Schwerpunkte heraus, die in einem breit angelegten intellektuellen und k�nstlerischen Verarbeiten von ph�menalen Beobachtungen und Bemerkungen ein Kr�efeld fundamentaler Interessen um sich anlegen: Zahlreiche kleine Drucke (Nrn. 1-13), die nur in wenigen Abz�gen vorliegen, belegen eine locker experimentelle Phase, mittels Strichzeichnung die Ausdrucksm�glichkeiten der Lithographie weiter zu erkunden. Es ereignen sich gestalterische Zuf�e, die in Anbetracht ihres unvorhergesehenen Daseins aus der Abstraktion in Assoziations- oder gar Erfahrungsbereiche hineingehoben werden. Als letzte Stufe erg�ender Bearbeitung kann die Zuordnung des Bildtitels gelten, mit dem der K�nstler selbst das Ergebnis seines Handelns bespricht. In ihnen entwickelt sich eine Analyse von totaler Abstraktion zur Figuration, wobei gerade die �erg�e von besonderem Erkenntniswert sind. Es kommt zu zeichnerischen Et�den in Schraffur, zur Darstellung abstrakter, eminent plastischer Gebilde, die auch architektonische Form annehmen und durch den Titel m�henhaft monumentalisiert werden k�nnen, wie beim "temple du capricorne" (Nr. 8). Es tauchen fig�rliche Motive auf, bis hin zu dem witzigen Blatt mit den Pfeifenk�pfen (Nr. 19), die etwas verklemmt die Blicke wenden. Aufrichtigerweise geben einige Drucke auch die Schulung durch Max von Moos zu erkennen, bei dem A. Thomkins in Luzern an der Kunstgewerbeschule 1947 bis 1948 gezeichnet hat. Grundlagen graphischer Technik geh�ren zum R�stzeug der Ausbildung, und die Lithographie hat A.Thom-kins nie aus dem Sinn geschlagen. Er lithographierte eine See-Hafen-Landschaft (Nr. 16), wo nat�rliche und architektonische Raumk�rper, blanker See und nautische Konstruktionen auf �berraschende Weise zueinander in Beziehung treten. Diese optische Verflechtung von Dingen, die gegenst�lich nichts miteinander zu tun haben m�ssen, charakterisieren ein grunds�lich formales Verlangen des K�nstlers nach gesteigerter Simultaneit� die sich auch in ersten druckgraphischen Versuchen durchsetzt: Kaum eine durchgebildete Fl�e, stattdessen Punkte, Striche, Linien, in reicher Registrierung, die ais Gruppen gegenst�liche Vorstellungen evozieren und dem landschaftlichen Gesamteindruck zuspielen. Um 1953 entstanden lithographische Versuche in klei- nem Format, die konsequent von der Linie bestimmt werden. Das "Dorf zwischen H�geln" (Nr. 15) bietet eine geometrisch organisierte Komposition architektonischer Fl�en dar, die durch Schraffur, Rasterung oder Schw�ung zu Raumkuben werden, bevor sie sich in der ansteigenden Ferne immer mehr zu abstrakten Einheiten verselbst�igen. Die sich andeutende Ordnung des rechten Winkels wird durchsetzt mit einigen bogenf�rmig geschwungenen Elementen, die konstruktiv wirken und zugleich vermitteln zu schwarzen amorphen Massengruppierungen und auf botanisches Leben, besonders im Mittelgrund, hinweisen. Eine Arbeit wie diese veranlasst den Betrachter leicht in der neueren Kunstgeschichte, etwa bei Derain, den Anschluss an stilistisch bedeutende Str�mungen zu suchen, und der Untertitel "Kleine kubistische Landschaft" l� durchaus dazu ein. Zugleich gibt sie charakteristische Z�ge der k�nstlerischen Konzeption wieder, die f�r das Gesamtwerk Bedeutung haben: Landschaft, plastische Raumk�rper, Ordnung, Mutation derOrdnung, Gegenwartvon Gegenst�en, Komposition von Wirklichkeiten, die Linie, Strukturen, Zeichnen auf dem Stein. So logisch diese Lithographie anfangs erscheinen mag, so bedacht wird das Zuf�ige in die Komposition mit hineingenommen: oberhalb eines waagerechten Schienenstrangs, der unter einem Gew�lbe endet, da reisst eine Fl�e ganz unberechenbar ab, wie beim zuf�igen Verfall eines Gem�rs, hinter dem eine Vielfalt anderer Dinge sichtbar wird. Erfahrungen gehen in die Lithographie "Inkubus" (Nr. 23) von 1954 ein, die Fl�enabschnitte von ganz unterschiedlicher Transparenz vereinigt, welche durch verschieden dichte, systematische Strukturierungen entstehen, teils sich linearen Begrenzungen unterwerfend, teils ohne Cloisonne aus sich selbst heraus eine offene Grenze bildend. K�rperhafte Kompositionselemente durchdringen streckenweise offen oder auch unterschwellig den ganzen Bereich der kompositorischen Anlage. Punktreihen verlaufen wie Umrisslinien von Armen und H�en. W�lbungen und Falten, schraffierte Kreisscheibchen scheinen Sehkraft zu erlangen und aus dem Zusammenwirken von Linien, Punktierungen und Schraffuren geht ein untergr�ndiges Lebendiges hervor, das den Betrachter zu verunsichern vermag. Diese M�glichkeit des Psychologierens, indem er gar D�nisches heraufbeschw�rt, besch�igt A. T. in dieser Zeit nicht zuletzt mit Blick auf die sich vor ihm auftuende Welt des Kindes, in der eine be�stigende Verunsicherung in befreite Heiterkeit umschlagen kann. . (Frieder Mellinghoff)

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