Definition und Schilderung in Theophrasts Charakteren. Beitr� zur Altertumskunde.
Definition und Schilderung in Theophrasts Charakteren. Beitr� zur Altertumskunde.
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Details
- ISBN
- 9783519074779
- Author
- Stein, Markus
- Publishers
- Stuttgart: Teubner, 1992.
- Size
- Band 28. 293 S. Originalleinen.
- Keyword
- Theophrastus: Characteres, Klassische Sprach- und Literaturwissenschaft
- Dust jacket
- False
- Languages
- German
- Inscribed
- False
- First edition
- False
Description
Aus der Bibliothek von Prof. Wolfgang Haase, langj�igem Herausgeber der ANRW und des International Journal of the Classical Tradition (IJCT). - Beschmutzter Einband, ansonsten im sehr guten Zustand. - Inhalt: "Habent hoc pleraeque Omnes isto libello comprehensae descriptiones, ut vel subobscurae sint vel corruptae vel utrumque." So �erte sich Isaac Casau-bonus in seinem Kommentar zur Definition 28. Die obscuritas der Definitionen hat in der Folgezeit die Erkl�r immer wieder verwundert. Friedrich Hanow bezeichnete sie daher in seiner Bonner Dissertation von 1858 (De Theophrasti Characterum Libello) kurzerhand als unecht (S. 17 u. 28 f.), ebenso Petersen in seiner Ausgabe von 1859 (S. 77 f.) und Ussing in seiner kommentierten Edition von 1868 (praefatio S. IV und Kommentar passim). Einen ernsthaften Angriff unternahm Theodor Gomperz in seiner Schrift "�er die Charaktere Theo-phrast�s" (SB Wien, Phil.-Hist Classe CXVII 10, Wien 1888, 2 f.): die Definitionen k�nnten nicht von Theophrast stammen, da die Definition der eipcoveia der aristotelischen Definition der Selbstverkleinerung gleiche, in der Schilderung aber etwas ganz anderes, und zwar die " Tust am Mystificiren' � vorgestellt werde. Gr��re Auswirkungen hatte die Darlegung von Gomperz freilich nicht. Anfang der 60er Jahre erschienen die Kommentare von Ussher und Steinmetz. Ersterer legt sich nicht fest, neigt aber dazu, die Definitionen f�r unecht zu halten (S. 7 u. zu Def. 1). Letzterer, der heute am meisten ben�tzt wird, setzt sich entschieden f�r ihre Echtheit ein (II 8-16), sie seien "Umschreibungen des Begriffsinhalts" (II 14) und sollten "die Gesichtspunkte angeben, unter denen man die Verhaltensweise in bestimmten Situationen betrachten" solle (II 15). So werde in einigen Charakteren in der Definition auf ein Charakteristikum hingewiesen, das in der Schilderung nicht erw�t werde, zu ihrem Verst�nis aber notwendig sei. Noch einen Schritt weitergegangen ist in diese Richtung Jean Bingen: die Definitionen seien der Schl�ssel f�r die Deutung der Schilderungen, sie seien zuerst verfa� und zu ihrer Illustration die verschiedenen Szenen gesammelt worden. Angesichts dieser entgegengesetzten Auffassungen ist es an der Zeit, die Frage der Echtheit der Definitionen zu kl�n. Zu diesem Zweck wird in einem ersten Schritt festgestellt, welcher Charakter in der jeweiligen Schilderung dargestellt wird. Danach wird �berpr�ft, inwieweit die Definition dazu pa�, ob sie Anst�� bietet, wenn ja, welche, und ob es gegebenenfalls Vorbilder gibt, die den Schlu�auf ein Abh�igkeitsverh�nis erlauben. Im Zuge dieser Arbeit war es n�tig, erneut auf die Frage einzugehen, welche Handschriften �erlieferungswert besitzen. Bei einigen Charakteren erwies sich zudem eine durchg�ige Kommentierung als sinnvoll. Auf die Datierung der Schrift bin ich eingegangen, weil an den von Cichorius in der Leipziger Ausgabe von 1897 (LA) vorgelegten Ergebnissen in der Folgezeit mehrfach Zweifel ge�ert worden sind. Textgrundlage ist die Oxoniensis von Diels, die Lemmata geben den von mir bef�rworteten Text wieder. ISBN 9783519074779