Neo Complex City: Heiner Schilling. Oldenburger Kunstverein 24. M� bis 19. Mai 2002. Michael Stoeber u.a.
Neo Complex City: Heiner Schilling. Oldenburger Kunstverein 24. M� bis 19. Mai 2002. Michael Stoeber u.a.
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Details
- Author
- Schilling, Heiner
- Publishers
- Oldenburger Kunstverein, 2002.
- Size
- 1 Blatt Text, 10 Bl�er mit farbigen Abbildungen. Transparenter Kunststoffmappe mit 11 losen Bl�ern.
- Keyword
- Photographie, Bildende Kunst, Kunstgeschichte
- Dust jacket
- False
- Languages
- German
- Inscribed
- False
- First edition
- False
Description
Insgesamt sehr gut und sauber. - Von der �nlichkeit des Un�lichen oder �ber die Unwirtlichkeit der japanischen Metropole: Zum Werk von Heiner Schilling -- Michael Stoeber: Heiner Schilling war von 1998-1999 ein Jahr lang in Tokyo. Man hatte den jungen Fotografen mit einem D.A.A.D.-Stipendium ausgezeichnet, das ihm erlaubte, in die japanische Hauptstadt zu reisen. Das k�nstlerische Ergebnis seines Aufenthaltes ist eine Werkserie mit dem Titel "The Entropie Forest", zu der es ein Katalogbuch gibt. Aus diesem Oeuvre zeigt Schilling ein knappes Dutzend Arbeiten unter dem Titel "NeoComplexCity" im Kunstverein Oldenburg. Es ist in hohem Ma� beeindruckend zu beobachten, wie Schilling als Fotograf seine Eindr�cke und Erfahrungen in der asiatischen Metropole k�nstlerisch verarbeitet hat, vor allem, wenn man seine Bilder in Beziehung setzt zu den essayistischen Ausf�hrungen des franz�sischen Kulturphilosophen Roland Barthes, wie wir sie aus dessen Buch "Im Reich der Zeichen" kennen. Barthes unterzieht spezifische japanische Riten einer strukturalen Zeichenanalyse. Ob es sich um japanische Mahlzeiten und Wohnformen handelt, ob um den Gestus des Geschenke-Einpackens oder die Symbolik japanischer G�en, ob um die Kabuki-Schauspieler oder die Sumu-K�fer, stets werden ihm Kulturkonventionen zu einem Instrument, mit dessen Hilfe er das Typische des Fremden schl�ssig entwickelt. Dabei ger�in der Bartheschen Optik das Besondere des Anderen zu einem Spiegel, in dem wir nicht nur das Fremde, sondern auch das Eigene besser erkennen und verstehen lernen. Letzteres ist auch der Fall, wenn wir die Aufnahmen von Heiner Schilling studieren. Aber anders als Roland Barthes seinen Blick richtet Schilling seine Kamera so gut wie garnicht auf exotische Gegenst�e. Nicht das Folkloristische und Individuelle, sondern eher das Exemplarische und Generelle scheinen den K�nstler bei seinen Tokyo-Bildern zu interessieren. R�ckten nicht ab und zu japanische Schriftzeichen ins Bild, ob auf einer Werbetafel oder in einem artistischen Memorial, wir w��en bei der Reise durch Schillings Aufnahmen nicht zwingend, da�wir uns in der japanischen Metropole befinden. Dazu pa� auch, da�alles, was an einer Stadt Wiedererkennungswert besitzt, was metonymisch f�r sie als touristische Attraktion steht, so wie der Eiffelturm und Sacre Coeur f�r Paris oder der Tower und Westminster f�r London, in Heiner Schillings Bildern von Tokyo nicht ins Bild tritt. Als optisches Ger�st f�r einen Reisef�hrer w�n diese Arbeiten g�lich ungeeignet.